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Satzung der Stiftung Suchthilfe,
Jugend- und Familienberatung

 

§1

Name der Stiftung

Die Stiftung führt den Namen: Stiftung Suchthilfe, Jugend- und Familienberatung


§2

Sitz der Stiftung

Die Stiftung hat ihren Sitz in: 36304 Alsfeld, Zeller Weg 2


§3

Rechtsform

Die Stiftung ist eine treuhänderische Stiftung. Sie wird im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten durch den Treuhänder, den gemeinnützigen „Stiftungsverein Suchthilfe, Jugend- und Familienberatung“. Sie kann in eine rechtsfähige Stiftung überführt werden.


§4

Stiftungszweck und -gegenstand

Zweck der Stiftung ist

  • die Förderung der Jugendhilfe
  • die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens (Drogenberatung)
  • die Förderung des Wohlfahrtwesens ( Familienhilfe, Gefährdeten- und Suchtkrankenhilfe)

Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Beschaffung von Mitteln nach § 58.1 AO für eine andere steuerbegünstigte Körperschaft im Sinne der §§ 51 ff. AO.Die Mittel werden dem Evangelisch- Kirchlichen Zweckverband Jugend- und Drogenberatung – Suchthilfe im Vogelsbergkreis zur Verwendung für dessen steuerbegünstigte Zwecke zur Verfügung gestellt. Die Stiftung behält sich jedoch vor, ihre Zwecke notfalls auch selbst zu verwirklichen. Die Mittel der Stiftung sollen tätiger Nächstenliebe dienen. Sie werden unabhängig vom Ansehen der Person, der Herkunft, dem Glauben oder der Weltanschauung und unabhängig von der Möglichkeit des materiellen Ausgleichs vergeben.


§5

Gemeinnützigkeit

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Die Stiftung ist selbstlos tätig.

Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Die Stiftung darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigen.


§6

Stiftungsvermögen

Die Stiftung ist mit einem (Anfangs-)Vermögen von 30.000,00 Euro ausgestattet. Das Vermögen der Stiftung soll durch Zustiftungen, Spenden, Zuwendungen und durch die Zuschreibung unverbrauchter Erträgnisse im Rahmen des steuerlich Zulässigen auf mindestens 2 Millionen Euro erhöht werden, damit die Stiftungserträge den Zweck der Stiftung gut erfüllen können.

Das Stiftungsvermögen ist durch geeignete Maßnahmen in seinem Wert dauernd und ungeschmälert zu erhalten.

Das Stiftungsvermögen und alle Einnahmen und Ausgaben der Stiftung sind an die satzungsgemäßen Zwecke gebunden.

Sachwertzustiftungen (z.B. Immobilien) dürfen nur angenommen werden, wenn sie dinglich unbelastet sind, ihre Verwertung möglich und gestattet ist oder wenn dadurch mit vertretbarem Aufwand und auf Dauer Erträge erwirtschaftet werden können und die Vermögensübernahme der Gemeinnützigkeit nicht entgegensteht. Erwerb oder Veräußerung von Grundvermögen bedürfen der Zustimmung aller Stiftungsorgane.

Bei der Annahme von Darlehen ist die Vollstreckung wegen eines
Darlehensrückgewährungsanspruches in das Stiftungsvermögen auszuschließen.
Ein Rückgriff auf die Substanz des Stiftungsvermögens ist nur im Notfall auf der Basis eines gemeinsamen Beschlusses der Stiftungsorgane zulässig, wenn der Stifterwille anders nicht zu verwirklichen ist und der Bestand der Stiftung noch für angemessene Zeit gewährleistet ist, insbesondere dann, wenn das Stiftungsvermögen in den folgenden Jahren wieder auf seinen
vollen Wert aufgefüllt werden kann.

Die Stiftungsorgane sollen sich um Zustiftungen und sonstige Zuwendungen bemühen.

 

§7

Verwendung der Stiftungserträge und Zuwendungen

Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und aus Spenden und Zuwendungen, soweit diese nicht ausdrücklich zur Stärkung des Stiftungsvermögens bestimmt sind. Zunächst zur Herstellung und später zur Erhaltung der Leistungskraft der Stiftung können im Rahmen des steuerlich Zulässigen jährliche Erträge dem Stiftungsvermögen zugeführt werden. Stiftungsmittel dürfen nicht an die Stelle öffentlicher Mittel zuständiger Stellen treten.

 

§8

Rechtsanspruch

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung von Leistungen der Stiftung besteht nicht.

 

§9

Stiftungsorganisation

Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Stiftungsrat. 

Niemand kann gleichzeitig Mitglied beider Organe sein.

Die Mitglieder der Stiftungsorgane sind ehrenamtlich tätig. Sie können Ersatz der ihnen entstandenen, nachgewiesenen Auslagen erhalten.

Außer im Fall von grober Fahrlässigkeit und Vorsatz sind sie von jeglicher Haftung gegenüber Dritten von der Stiftung freigestellt.

 

§10

Der Stiftungsrat

Der Stiftungsrat besteht aus je einem Vertreter der Stifter und Personen, die vom Stiftungsrat berufen werden, z. B. Zustifter und Personen, die nach ihrer beruflichen Erfahrung und ihrer persönlichen Haltung gewährleisten, dass sie der Stiftung sachkundig, unabhängig und uneigennützig dienen werden.

Die Anzahl der Mitglieder des Stiftungsrates soll auf fünf bis zehn Personen begrenzt sein.

Die Amtszeit der Stiftungsratsmitglieder ist unbefristet. Sie endet durch Tod, Rücktritt oder Abberufung aus wichtigem Grund, nachdem das abzuberufende Mitglied angehört worden ist.

Bevor ein Mitglied des Stiftungsrates ausscheidet, kann der Stiftungsrat einen geeigneten Nachfolger bestimmen. Ist das unterblieben, können die verbliebenen Stiftungsratsmitglieder einen Nachfolger benennen.

Der Stiftungsrat wählt aus seiner Mitte jeweils für fünf Jahre einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter, wenn nicht bei der Wahl etwas Anderes festgelegt wird. Wiederwahl ist möglich Der Stiftungsrat kann sich eine Geschäftsordnung geben.

 

§11

Aufgaben des Stiftungsrates

Der Stiftungsrat wacht bei der Verwendung der Stiftungsmittel über die Einhaltung des Stiftungszweckes. Er kann Richtlinien für die Vergabe von Fördergeldern festlegen.

Der Stiftungsrat beruft geeignete Personen in den Stiftungsvorstand und bestimmt jährlich zwei Kassenprüfer, die die Geschäftsführung des Treuhänders prüfen. Er nimmt den Jahresabschluss des Treuhänders und den jährlichen Tätigkeitsbericht des Stiftungsvorstandes entgegen und beschließt die Entlastung des Treuhänders.

Bei Bedarf beschließt der Stiftungsrat gemeinsam mit dem Stiftungsvorstand eine Änderung der Satzung, die Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung, die Aufhebung der Stiftung oder die Überführung in eine rechtsfähige Stiftung.

Im Notfall beschließt der Stiftungsrat gemeinsam mit dem Stiftungsvorstand die Inanspruchnahme von Teilen des Stiftungsvermögens zur Verwirklichung des Stiftungszweckes, wie in §6 dieser Satzung, vorletzter Absatz, beschrieben.

Beschlüsse dieser Art werden nur dann wirksam, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand zustimmen.

Die Mitglieder des Stiftungsrates sollen sich durch geeignete Vertretung der Stiftung in der Öffentlichkeit und durch Herstellung von Beziehungen zu potentiellen Spendern um die Erreichung bzw. den Erhalt einer für den Stiftungszweck ausreichenden Vermögensausstattung der Stiftung bemühen.

Der Stiftungsrat tritt mindestens einmal pro Jahr zusammen.

Über jede Zusammenkunft des Stiftungsrates ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und vom Protokollanten unterschrieben und allen Ratsmitgliedern zugestellt wird.

 

§12

Der Stiftungsvorstand

Dem Stiftungsvorstand sollen Personen angehören, die besonders geeignet sind, die Anliegen der Stiftung im kirchlichen und außerkirchlichen Bereich überzeugend zu vertreten und die besondere Fachkompetenz und Erfahrung im Hinblick auf die Aufgabenerfüllung der Stiftung aufweisen.

Der Vorstand besteht aus mindestens fünf, höchstens sieben Personen, darunter einem Vertreter des Treuhänders. Er kann bei Bedarf zu Sitzungen weitere Personen hinzuziehen.

Der Vorstand überprüft spätestens alle fünf Jahre seine Zusammensetzung. Gegebenenfalls schlägt er dem Stiftungsrat geeignete Personen zur Berufung als neue Vorstandsmitglieder vor.

Der Vorstand wählt, wenn nicht etwas Anderes festgelegt wird aus seiner Mitte alle 5 Jahre einen Vorsitzenden und einen Stellvertretenden Vorsitzenden und einen Schriftführer. Wiederwahl ist möglich.

Ein Vorstandsmitglied des Evangelisch- Kirchlichen Zweckverbandes Beratungszentrum Vogelsberg und der Leiters der Beratungsstelle
nehmen beratend an Sitzungen des Stiftungsvorstandes teil.

Zur Bearbeitung eiliger Anträge tritt der Vorstand möglichst kurzfristig zusammen, im Übrigen mindestens einmal jährlich.

Der Stiftungsvorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

 

§13

Aufgaben des Stiftungsvorstandes

Der Stiftungsvorstand hat zunächst die Aufgabe, zusammen mit dem Stiftungsrat und dem Treuhänder den Aufbau eines ausreichenden Stiftungsvermögens zu betreiben. Er soll dazu Beziehungen zu potenziellen Zustiftern und Spendern herstellen und durch Fundraisingtätigkeiten Mittel für die Stiftung beschaffen.

Der Vorstand nimmt Spenden und Zustiftungen an und übergibt sie dem Treuhänder zur Verwaltung. Vor der Annahme von Vermögenswerten (z. B. Immobilien) holt er den Rat des Stiftungsrates und des Treuhänders ein und entscheidet dann unter Beachtung der Regelung in §6 dieser Satzung.
Der Stiftungsvorstand nimmt Anträge des Zweckverbandsvorstandes auf Förderung durch die Stiftung an, entscheidet über ihre Zuteilung und beauftragt den Treuhänder mit der Vergabe der Mittel.

Über jede Zusammenkunft des Stiftungsvorstandes ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollanten unterschrieben und allen Vorstandsmitgliedern zugestellt wird.

Der Stiftungsvorstand gibt dem Stiftungsrat einen Jahresbericht seiner Tätigkeit.

 

§14

Der Treuhänder

Treuhänder ist der gemeinnützige „Stiftungsverein Suchthilfe, Jugend- und Familienberatung e.V.“ 

Der Treuhänder führt die Geschäfte der Stiftung nach der Stiftungssatzung und im Rahmen der Gesetze und vertritt die Stiftung nach außen gerichtlich und außergerichtlich. Er stellt das Wissen und Können seiner Mitglieder zur Verfügung und kann für die Ausübung dieser Tätigkeiten einen geeigneten Büroraum sowie erforderliche Arbeitsmaterialien und Ausgleich seiner nachgewiesenen Auslagen erhalten.

Der Treuhänder verwaltet das Vermögen der Stiftung getrennt von seinem Vermögen. Er darf das Vermögen der Stiftung nur entsprechend der Stiftungssatzung verwenden und ist dabei an die Vorgaben des Stiftungsvorstandes gebunden.

Wenn die Vorgaben des Stiftungsvorstandes gegen die Satzung, gegen rechtliche oder steuerrechtliche Bestimmungen verstoßen, hat er ein Veto-Recht. Außer im Fall von grober Fahrlässigkeit und Vorsatz ist er von jeglicher Haftung gegenüber Dritten von der Stiftung freigestellt.

 

§15

Aufgaben des Treuhänders

Der Treuhänder hat über das Vermögen und die Einnahmen und Ausgaben nach anerkannten kaufmännischen Grundsätzen Buch zu führen und nach Ende des Kalenderjahres innerhalb von drei Monaten einen Jahresabschluss, eine Vermögensübersicht und einen Bericht über die Erfüllung des Stiftungszweckes (Tätigkeitsbericht) vorzulegen.

Bei Anlage des Vermögens hat er die Grundsätze der Liquidität, der Rendite, der Sicherheit, der Risikoverteilung und der Substanzerhaltung und die Regelungen für Stiftungsvermögen zu beachten.

Der Treuhänder führt den Schriftwechsel mit Behörden, zeigt Veränderungen der Satzung und in der personellen Zusammensetzung der Stiftungsorgane bei den zuständigen Stellen an und klärt steuerrechtliche Fragen mit den zuständigen Finanzämtern.

Der Treuhänder füllt die Zuwendungsbescheinigungen aus und unterschreibt sie.

Der Treuhänder vergibt entsprechend den Vorgaben des Stiftungsvorstandes Stiftungsmittel und Stiftungserträge und wickelt Fördermaßnahmen ab.

Der Treuhänder berät den Stiftungsvorstand bei der Planung und Entscheidung über Fördermaßnahmen, bei der steuerlich zweckmäßigen Gestaltung der Fördermaßnahmen, bei steuer-, stiftungs- und erbrechtlichen Fragen und dem Entwerfen erforderlicher Verträge.

Der Treuhänder schließt die für die Stiftungsverwaltung nötigen Verträge ab.

 

§16

Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse, Auflösung,
Vermögensanfall

Änderungen der Stiftungssatzung sind zulässig, wenn sie die nachhaltige Erfüllung des Stiftungszweckes im Wandel der Verhältnisse besser ermöglichen als die vorliegende Form.

Um Satzungsänderungen durchführen zu können, ist die Zustimmung von mindestens je zwei Dritteln der Mitglieder von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand nötig.

Bei Änderung des Stiftungszweckes muss der eventuell neue Stiftungszweck gemeinnützig sein und auf dem Gebiet der Suchthilfe, und/ oder auf dem Gebiet der Beratungsarbeit für Jugendliche und Familien liegen.

Die Organe der Stiftung können gemeinsam die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen.

Der Beschluss muss einstimmig sein.

Bei Auflösung der Stiftung oder Wegfall des steuerbegünstigten Zweckes fällt das Vermögen der Stiftung an den Verein zur Förderung der Jugend- und Drogenberatung- Suchthilfe im Vogelsbergkreis e. V. oder den Evangelisch- Kirchlichen Zweckverband Beratungszentrum Vogelsberg, die es ausschließlich für die in ihren Satzungen genannten steuerbegünstigten Zwecke zu verwenden haben.


Diese Satzung wurde vom Stiftungsrat und vom Stiftungsvorstand in einer gemeinsamen Sitzung am 10.05.2007 beschlossen.

Ansprechpartner

Jürgen Sauer

stellv. Vorsitzender

Zeller Weg 2
36304 Alsfeld

Telefon + 49 (0) 66 31 - 79390- 25 / 26

stiftung(at)bz-vogelsberg.de