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Bin ich tatsächlich süchtig?

Thomas R. wurde von seinem Arbeitgeber vor kurzem darauf angesprochen, dass er morgens mehrfach eine Alkoholfahne hatte, wenn er zur Arbeit kam. Jetzt fragt er sich, ob es tatsächlich sein kann, dass er seinen Alkoholkonsum nicht mehr im Griff hat. „Ich bin doch nicht so, wie die Typen, die den ganzen Tag vor dem Getränkemarkt sitzen und ein Bier nach dem anderen trinken! Ich gehe schließlich jeden Tag arbeiten, habe eine Familie und habe mir was geschaffen.“ Je länger er nachdenkt, desto mehr kommt ihm in den Sinn: „Klar trinke ich gern mein Bier nach Feierabend. Ich kann mich dann gut entspannen und abends besser einschlafen. Ja, meine Frau hat schon mal gemeckert, dass ich jeden Abend Bier trinke. Seit einiger Zeit reicht der Kasten auch nicht mehr für eine ganze Woche. Aber ich bin doch kein Alkoholiker!“

Tina M. hat nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter vom Hausarzt ein Medikament verschrieben bekommen, das ihr dabei helfen sollte, den Schock und die Beerdigung zu überstehen. Mit diesen Pillen fühlte sie sich gestärkt. Sie gaben ihr Sicherheit und ließen es zu, dass sie zur Ruhe kam. Als sie nach 4 Wochen um ein neues Rezept beim Arzt bat, zog er die Augenbraue hoch und gab es ihr mit den Worten: „Passen Sie auf, die können abhängig machen.“ Den Wunsch nach einer weiteren Packung erfüllte er ihr nicht. Tina M. ging zu einem anderen Arzt und schilderte ihre Probleme. Sie wollte nicht mehr auf den Effekt der Medikamente verzichten. Halfen sie ihr doch nun auch über andere schwierige Situationen hinweg – die Doppelbelastung von Haushalt und Kindererziehung ließ sich besser mit den Pillen ertragen. Die Geldsorgen und die ständigen Fragen, wie es mit dem Baudarlehen weitergehen sollte, waren mit dem Medikament wie weggeblasen. Als ihr Hausarzt sie in eine Entgiftung schicken wollte, fragte sie sich, ob sie tatsächlich süchtig sei.

Thomas R. und Tina M. kamen zu Terminen ins Beratungszentrum Vogelsberg, wo sie in vertraulichen Gesprächen herausfanden, wie ihre persönliche Problematik einzuschätzen war. Sie erhielten Informationen über mögliche Hilfsangebote.

Haben auch Sie Fragen hinsichtlich Ihres Alkohol- oder Medikamentenkonsums? Wollen Sie Klarheit darüber, was Sie tun können und Hilfe auf dem Weg zur Veränderung?

Wir bieten Ihnen unsere kostenlose Beratung und Unterstützung an. Wir stehen unter Schweigepflicht und beraten Sie auf Wunsch auch anonym.

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Zeller Weg 2
36304 Alsfeld

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